Reservistenkameradschaft Gelsenkirchen                                  Mitglied im Verband der Reservisten der Bundeswehr VdRBw e.V.   

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Künftige Struktur der Bundesmarine

 

Die Ozeane und Randmeere verbinden nicht nur die Kontinente, die See ist vor allem die entscheidene Grundlage des Welthandels.

Für alle handelstreibenden Nationen der Welt ist die See, sowohl für den Import und den Export der unumstrittene und wichtigste Transportweg zum Warenaustausch.
Über 90% des gesamten Welthandels, fast 95% des Außenhandels der Europäischen Union und nahezu 70% des deutschen Im- und Exports werden ausschließlich über See abgewickelt.
Die See ist eine der wichtigen wirtschaftlichen Grundlagen Deutschlands.
Deutschland als Exportnation ist zwar hoch industrialisiert, jedoch rohstoffarm und auf einen gesicherten Zulauf der erforderlichen Importe besonders angewiesen.

Die Deutsche Marine schützt die Seeverbindungswege und gewährleistet Recht und Ordnung.
 
Sicherheit für Deutschland

Die elementare Aufgabe besteht nach wie vor im Schutz unseres Landes und des Bündnisgebietes. Dies gilt heute wie gestern. Darüber hinaus nimmt Deutschland in zunehmendem Maße zusätzliche Aufgaben im Bündnis aber auch im UNO-Auftrag wahr. Schließlich gibt es für die Mitglieder der Gemeinschaft nicht nur Rechte - auch Pflichten müssen erfüllt werden.

Warum Schiffe?

    • Nur Schiffe können von See her operieren, ohne auf eine Landbasis und andere Nutzungsrechte angewiesen zu sein.
    • Nur Schiffe lassen sich für die jeweilige Situation angemessen und dosiert einsetzen. Die alleinige Präsenz ist Ausdruck eines politischen Willens, der dann alle Handlungsmöglichkeiten offen hält. Gerade in Krisenoperationen erweisen sich Seestreitkräfte daher als das geeignete Mittel, da mit ihnen flexibel auf veränderte Lageentwicklung reagiert werden kann.
    • Schiffsverbände verfügen im Einsatz über ihre eigenen Tanker und Unterstützungsfahrzeuge und können so unabhängig operieren.

Wie ist die Flotte darauf eingestellt?

Sämtliche schwimmende und fliegende Kampfverbände, die schwimmenden Unterstützungsverbände sowie Einrichtungen der Marineführungsdienste unterstehen dem Flottenkommando. Typgleiche schwimmende Einheiten sind dabei zu Flottillen zusammengefaßt. Sie setzen sich aus jeweils mehreren Geschwadern mit Schiffen und Booten überwiegend einer Klasse zusammen. In der Flottille der Marineflieger sind alle Seeluftstreitkräfte der Deutschen Marine organisiert.
Zerstörer und Fregatten eignen sich besonders zur Seeraumüberwachung, Ubootjagd, Bekämpfung von Überwassereinheiten und zur Abwehr von Luftangriffen. Diese Einheiten sind also auf die Sicherung von Schiffsverbänden (beispielsweise Handelsschiffe) spezialisiert. Diese größten Einheiten der Marine sind in der Zerstörerflottille zusammengefaßt. Die Schiffe operieren ohne regionale Einschränkungen und sichern gemeinsam mit den Marinen der Bündnispartner Seeverbindungen und Seeräume.


Zur Zerstörerflottille gehören auch die unterschiedlichen Troßgeschwader Versorgungs- und Hilfsschiffe der Flotte: Betriebsstoff- und Munitionstransporter ebenso wie Versorger, Schlepper und Eisbrecher betreuen und versorgen die Kampfeinheiten in See und im Hafen mit allen notwendigen Dienstleistungen und Verbrauchsstoffen.

Randmeere und Küstengewässer haben ihre eigenen Bedingungen. Sie erfordern für den Überwasserkampf Spezialisten im Küstenvorfeld - die wendigen und reaktionsschnellen Fahrzeuge der Schnellbootflottille. Die Schnellboote der Marine erweitern hier das Operationsgebiet in Zonen flachen Wassers, also dorthin, wo Fregatten aufgrund ihrer Größe nicht mehr eingesetzt werden können. Durch die Schnellboote ist die Deutsche Marine in der Lage, die Überwachung des Küstenvorfelds sicherzustellen.

Die Unterseeboote der Uboot-flottille sind in erster Linie ein politisches Einsatzmittel. Sie lassen einem möglichen Gegner über ihre Anwesenheit im Unklaren. Von besonderer Bedeutung ist, dass Uboote bereits durch ihre bloße Anwesenheit starke gegnerische Seestreitkräfte binden können. Sie kommen in Gebieten zum Einsatz, in denen andere Seestreitkräfte, insbesondere Überwassereinheiten, nur unter sehr großen Risiken operieren können. Selbst im flachen Wasser und vor Hafeneinfahrten können sie den Schiffverkehr überwachen und erste Aufklärungsergebnisse liefern.

Gegnerische Minen zum Schutz der eigenen Seewege zu räumen, aber auch die Verlegung von Minen zur Sicherung der eigenen Operationsgebiete, gehört zu den Aufgaben der Flottille der Minenstreitkräfte. Auf dem Feld der Minenabwehr hat sich die Deutsche Marine bereits beim Einsatz im Golf von Arabien, aber auch in allen späteren Einsätzen einen hervorragenden Ruf erworben. Auch die Kampfschwimmer und Minentaucher gehören dieser Flottille an.
Nachhaltig unterstützt werden die schwimmenden Verbände der Marine von den Seeluftstreitkräften der Flottille der Marineflieger. Flugzeuge sind hochmobil und in einem weiten Einsatzspektrum einsetzbar. Sie haben die Aufgabe, Seegebiete weiträumig zu überwachen, Seeziele aufzuklären und zu bekämpfen, sowie wichtige Beiträge zum Such- und Rettungsdienst (SAR) über See zu leisten. Mehrere Flugzeuge sind mit speziellen Spürgeräten zur Ermittlung von gesetzwidrigen Verschmutzungen der Meere durch Öle und andere Stoffe ausgerüstet.
Weltweit bekannt ist das Segelschulschiff Gorch Fock, auf dem der Offizier- und Unteroffiziernachwuchs der Marine ausgebildet wird. Die zahlreichen Auslandsreisen der Dreimastbark dienen der Ausbildung der jungen Marinesoldaten und tragen zugleich zur Förderung und Vertiefung der internationalen Beziehungen Deutschlands bei.

 

 

 

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